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Der Artikel erläutert Datenkriminalität im Internet

Datenkriminalität und ihre Folgen

Datenkriminalität und Datenpiraterie sind ein immer größer werdendes Thema. Der Schutz vor dieser Art der Kriminalität wird in Zeiten, wo jeder Mensch mindestens einen Internetzugang besitzt besonders wichtig.

Vorgehensweise der Datenräuber

Räuber ziehen sich heutzutage keine Damenstrumpfhose mehr über den Kopf und stürmen mit dem eigenen Colt den nächsten Laden oder die nächste Tankstelle, sie haben die Strumpfhose und den Colt gegen modernere Dinge wie ein Laptop mit Internetverbindung getauscht. Mit Hilfe ihres Laptops und einiger Programme hacken sie sich in die verschiedensten Netzwerke oder Server und kopieren die Daten der dort angemeldeten Personen. Diese Daten speichern sie dann auf den verschiedensten Datenträgern wie beispielsweise einer CD, DVD, einem USB-Stick oder ihrer Festplatte. Die Daten, die sie stehlen sind sowohl ganze Namen, Telefon- oder Handynummer, Adressen und Konto- oder Kreditkartennummern. Gerade mit dem Namen und der Kontonummer können sie einiges an Unfug anstellen. So ist es ihnen beispielsweise möglich, via Lastschriftverfahren das Geld von dem Konto eines Users abzuheben.

Was geschieht mit den geklauten Daten?

Datenräuber sind nicht unbedingt einfach nur Kleinkriminelle. Des Öfteren ist es auch schon vorgekommen, dass sie in den Callcentern verschiedenster Telefon- oder Internetanbieter sind. Jedem dürfte bekannt sein, dass ein Handyvertrag nur mit einer gültigen Konto- oder Kreditkartennummer abgeschlossen werden kann. Leider können diese Daten leicht von eigentlich vertrauenswürdigen Personen kopiert und missbraucht werden. So ein Verhalten wird auch als Datenkriminalität bezeichnet und wird strafrechtlich verfolgt. Trotz allem ist es schon mal vorgekommen, dass ein Staat die gespeicherten Daten von solch einem Datenkriminellen gekauft hat um beispielsweise Steuerbetrug aufzudecken oder nachweisen zu können.

Daten für gutes Geld

Datenkriminelle verkaufen die Daten oft an die verschiedensten Abnehmer oder verwenden sie gar selber. Und obwohl die die Möglichkeit hätten, ohne großartige Probleme ein Konto komplett leer zu buchen, so setzen sie doch eher auf kleinere Beträge, da diese weniger auffallen. Verkaufen sie die Daten allerdings, so bekommen sie oft viel Geld dafür. Der Betrag, den sie an ihren kriminellen Machenschaften verdienen schwankt je nach Datenmenge. So hat ein 22-Jähriger beispielsweise 2 CDs und eine DVD voll von Daten – ca. fünf Millionen Daten verschiedenster deutscher Bundesbürger – für 850 Euro zum Verkauf angeboten.

Folgen der Datenkriminalität

Wenig im Netz über sich als Person freizugeben ist so oder so ratsam. Eine falsche Angabe kann Datendiebe schon auf den Plan rufen. Denn gerade, wenn die Verbraucher einem Vertrag, beispielsweise bei einem Telefonanbieter oder kostenpflichtigem Forum, zustimmen, welcher besagt, dass die Daten unter Umständen an Dritte weiter gegeben werden, ist das eine Chance für Datenkriminelle. Diese werden nämlich immer wieder versuchen an die Daten der Verbraucher zu kommen um sie für ihre ganz eigenen Zwecke verwenden zu können. Sind Datenpiraten einmal an die Persönlichen Daten gelangt, so kann es passieren, dass irgendwann verschiedenste Kleinbeträge von dem angegebenen Konto abgebucht werden. Diese werden zwar selten weniger als 100 Euro betragen, dennoch ist dies schon einiges an Geld. Wird eine solche Abbuchung ohne Gegenleistung bemerkt, so kann der abgebuchte Betrag ganz einfach von der Bank zurückgeholt werden und dies ohne Angabe von Gründen. Das Geld ist also nicht gleich verloren. Da die Beträge allerdings sehr klein sind fallen sie den meisten Menschen oft gar nicht auf. Mit diesem Prinzip verdienen Datenkriminelle einfach ihr Geld.

Inhaber der Grafik: drubig-photo – Fotolia

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